Zu Gast am Forellenzentrum Naroda in Schermbeck

 

Eigentlich wollten wir ja schon in der letzten Woche beim Forellenzentrum Naroda zu Gast sein, jedoch musste dieser Angelausflug wegen gesperrter Teiche verlegt werden.
(Siehe auch den Bericht: Ein Tag am Waldsee-Reken) Also waren wir am Samstag am zuerst gewünschten Teich und möchten davon berichten.

Zur persönlichen Vorgeschichte:
Ich war wohl noch ein Kind als ich zum ersten Mal an einem der Seen von Naroda versuchen durfte – und da ich meine Jugend in einem Ort in der Nähe verbracht habe ging es auch eifrig in den Ferien mit dem Fahrrad zum Angeln. 😉
Ich bin hier relativ oft und möchte euch zeigen warum ich über die Jahre diese Anlage zu schätzen gelernt habe.
Hier ein kleiner und grober Lageplan der Teiche und der Anlage:

Gmaps Screenshots

Quelle: Google Maps

Erstmal zu „morgendlichen Ablauf“ damit diejenigen, die morgens auch vor dem Tor stehen vielleicht etwas ruhiger sind. Ich beschreibe einfach mal den gestrigen Start in den Tag:
Da ich ja eine schöne Aussicht auf den See haben wollte hatte ich mir prinzipiell vorgenommen als erster vor dem Tor stehen! Also gegen 5:30Uhr morgens in Oberhausen ins Auto gesprungen und los… Mit dem obligatorischen Halt an der Tankstelle (inkl. dem Heulen an der Tanksäule, Kippen (ja ich gehöre zu den Rauchern, ein belegtes Brötchen und KAFFEE!)
Dann über den Landweg nach Schermbeck (ich fahre aus nostalgischen Gründen die Strecke die ich als Jugendlicher mit dem Fahrrad bewältigte – muss keiner verstehen – ist aber so)
Bei Naroda angekommen waren wir wohl doch nicht die ersten!

Vor uns standen schon 2 Autos, wenn man die Insassen zählte kam man auf 3 Angler.
Wenn man darüber nachdenkt, dass wir kurz nach 6:00Uhr angekommen waren und das Tor erst gegen 6:45Uhr geöffnet wird war ich schon ein wenig erstaunt…

Wichtig hierbei ist, dass man ruhig eine Fahrzeuglänge zum Tor hin frei lässt. Das hat den Hintergrund, dass Naroda auch eine Räucherei hat und mehrere Fahrzeuge aufs Gelände fahren und auch wieder raus – und das mit einem Anhänger.
Damit der genug Platz bei der Kurvenausfahrt hat – BITTE auch genug Platz lassen.
Und es gibt immer wieder Spezialisten die sehen, dass da vielleicht 10 Fahrzeuge sind und ganz vorne einer einen frei gelassen hat: Und der rollte dann einfach mit einem Lächeln im Gesicht gemütlich an die Pole-Position! Bitte mal das HIRN einschalten… Da stehen keine Leute um die (wenn auch) schöne Landschaft zu genießen, noch warten wir alle auf den ADAC! Ich habe keine Lust auf einen morgendlichen Blutrausch und Stress, daher quittiere ich so etwas mit einem aussagekräftigen Kopfschütteln und lasse mir den Angeltag nicht versauen!

Zurück zum gestrigen morgen:
Eine Viertelstunde später hatten sich schon ein paar Fahrzeuge eingefunden.
Ich bin zwar davon ausgegangen, dass es leerer wird (Deutschlandspiel am Abend lässt manch einen schon ab mittags grillen und einstimmen), aber was solls!
Schließlich hat Naroda relativ viele Teiche und die meisten „verlaufen“ sich an den kleinen gemieteten oder dem obigen Halbtagsteich Teich 1(siehe Bild).

Naroda Teich1

Naroda Teich1

Ein kurzer Schnappschuss auf die Warteschlange… Diese wurde bis zum Einlass gegen 6:45Uhr noch um 5 Fahrzeuge länger…

Warteschlange der Angler

Als das Tor dann aufging sind alle nach und nach auf die Parkplätze und ab zum See.
Hier kann man sich erst mal den Platz „einrichten“ – wenn alles aufgebaut (noch nicht ausgeworfen ist) gehe ich dann zum Ladenlokal und löse mein Ticket.
Diesmal wie so oft sollte der Ausblick auf Teich 3 den Stress des Alltags vergessen lassen.

Naroda Sprudler

Sprudler auf dem See für die Sauerstoffzufuhr in den warmen Monaten

Leider war es wohl für die kommende Sommerhitze notwendig Sprudler zu installieren – das ist angeltechnisch und vor allem für den Sauerstoff der Fische eine gute Sache – (vor allem für letztere notwendig)  jedoch gehört Naroda zu den Teichen an denen man wirklich nichts von Fernstraßen, Autobahnen oder sonst-was hört. Außer den Massen an Vögeln und ab und zu Kröten/Fröschen die zum Konzert rufen ist da nichts! Was auch bei den „naturnahen“ Forellenseen schon eine Ausnahme ist.

Vogel am See

Die Vögel sind dermaßen angepasst, dass sie selbst Madendosen öffnen können!

Also:
Alles wurde aufgebaut, die Angelkarte ist bezahlt (20€ aktuell für den Tag bis 18:00Uhr) die Montagen sind im Wasser und es kann losgehen!
Ich fische generell mit einer stehenden Montage: meistens Wasserkugel-Montage (diesmal als schwimmenden Sbirolino mit Pilotkugel) im Nahbereich und meiner Posen-Montage mit einem Ghost als Wurfgewicht zum stehen lassen oder Schleppen, je nachdem ob ich gerade Lust habe zu kurbeln oder lieber bei einem Kaffee im Angelstuhl zu sitzen.
Wem Bänke reichen braucht übrigens keinen extra Stuhl einpacken! Alternativ kann man auch eine der Hütten in Beschlag nehmen, jedoch war das Wetter komplett trocken angekündigt und da bevorzuge ich die Sonne!

Es waren noch ein paar andere Angler am Teich 3, alles schön verteilt und keinerlei
„Du bis in meiner Schnur“, „Guck doch mal wo dein Zeug hintreibt“ oder „ich hab‘ dich“ Sätze waren am See zu hören. So etwas kann auch mal vorkommen – sicher auch mir!, jedoch gibt es ja „Spezialisten“ die augenscheinlich Angeln damit verknüpfen sich eine neue Art von „löse den Knoten“ Hobby zusammen-gestrickt zu haben.

Leider war das Wasser (ich denke durch die Säuberungsaktion zum Algenvernichten) dermaßen Trüb: Man konnte nichts wirklich sehen. Polbrille zum Trotz…
Und gerade das ist auch sonst anders.

Hier ein paar Bilder vom Angeltag und von der Anlage (anklicken zum vergrößern).

Der Schlachtplatz von Naroda - sauber und gut!

Der Schlachtplatz von Naroda - sauber und gut!

Naroda Ladenlokal

Naroda Ladenlokal

 

 

 

 

 

 

Ein Blick auf Teich3

Ein Blick auf Teich3

Ein Blick auf Teich2

Ein Blick auf Teich2

 

 

 

 

 

 

 

Bis zum Mittag lief es auch nicht schlecht…  Ab Mittag dann die komplette Flaute. Was ich nicht wusste: Das war dann so bis zum Ende.
Fast alles auf meinen Lieblingsköder – Bienenmaden (xxl) von SA.GI.P und meinem neuen Liegblings-Forellenteig Trigger X in Weiss/schwarz- während des Mittags dann noch ein Biss auf Bodentaster (Grundmontage) – ja so verzweifelt war ich schon 😉
11 Forellen waren am Ende am Schlachtplatz auszunehmen – wohl augenscheinlich mehr als die anderen Angler hatten, jedoch kommt es mir darauf weniger an…

Naroda Teich2(vorne) und Teich 3(hinten)

Das Wasser wurde wohl bei der Sperrung letzte Woche abgelassen… Wer weiß wie viele Forellen noch da waren, da sich die Anzahl selbst bei einem Grundbesatz etwas verlaufen kann und – es war wohl an allen Teichen fast das gleiche Spiel seit Mittag war „Siesta“ – vielleicht mal wieder Wetterumschwung oder einfach keine Lust…
Wer weiß.

Nur an Teich2 schien sich zum Ende gegen 17:30Uhr noch etwas zu tun, allerdings auch bei den „Schleppern“ trotz aktivem Kurbeln nur auf Standmontagen mit Bienenmaden.

Nun es war ein wirklich schöner Tag am Forellenzentrum Naroda – wie so oft. Fische hätten größer und mehr sein können – aber das hat man ja immer 😉
Ich habe noch ein paar Bilder der Anlage gemacht,  vielleicht hilft es ja den ein oder anderen sich mal für einen Besuch zu begeistern.

Naroda kleiner mietteich

Ein kleiner Mietteich

Es gibt auch viele kleine Mietteiche die auch immer gut besucht sind – und die Forellen schmecken wirklich hervorragend. (Eigene Zucht halt)

Fangergenis Naroda

Fazit:
Schöne, gepflegte Anlage mit sehr gut schmeckenden Fischen.
Als Köder muss man Bienenmaden einpacken oder vor Ort erwerben! Die XXL Version von SA.GI.P haben sich beim Vergleich mit „üblichen“ wirklich als fängiger für mich herausgestellt.
Teigfarben beim Schleppen sind auch über die vielen Tagen die ich da war unterschiedlich.
Mit weiss/schwarz macht man nichts verkehrt, der graue mit Glitter und TroutPellet Geschmack von PowerBait hat auch immer gute Ergebnisse gebracht.
Im Winter vor allem Knoblauch auftreibend (Bodentaster) ein muss mit einer Bienenmade dran..
Die Anlage ist Top, schade, dass es seit ein paar Jahren keine Nachtangelaktionen mehr gibt. Damit ihr dann auch noch andere Anlagen seht werde ich dann nun auch noch andere Anlagen besuchen…

Kommentare erwünscht – hoffentlich hat euch der kleine Bericht gefallen.
Petri
Björn

Das möchte ich nicht für mich behalten:Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

6 Gedanken zu „Zu Gast am Forellenzentrum Naroda in Schermbeck

  1. Pingback: Endlich wieder da! Rutentest ein voller Erfolg | Forellensee-Angler.de

  2. Pingback: Naroda Schermbeck Saisonstart 2013 | Forellensee-Angler.de

  3. Neumann

    Hallo sehr schöne Website haben sie da eingerichtet , ich habe ein paar fragen zum forellenzenzrum naroda .
    Vielleicht können sie mir sagen wie tief die Teiche dort sind da ich erst seit kurzem zum angeln dorthin fahre und mir keiner eine genaue Antwort geben konnte oder jeder was anderes sagte und da sie schon seit Jahren dorthin fahren denke ich das sie mir diese frage beantworten können .
    Lg
    Neumann

  4. Björn Artikelautor

    Hallo,

    zu allen Teichen kann ich leider keine generelle Aussage treffen, da ich zu 99% an Teich 3 angeln gehe. (Alleine der Aussicht wegen)
    Teich 2 ginge dann auch noch…
    Die Tiefe kann stark variieren – ich kann Dir jedoch „meine Hotspots“ nennen und in welcher Tiefe ich dann den Köder anbiete… Das sollte denke ich helfen 😉
    Also wenn du den Teich 2 nimmst würde ich wenn ich die Wahl habe zwischen Teich 2&3 genau in die Mitte gehen.
    Rute 1 genau in die Mitte halten und die 2. von deinem Sitzplatz etwas weiter nach rechts. (dort ist es auch etwas tiefer).
    Standardhöhe der Pose bei einem normalen Vorfach knapp nochmal die gleiche Länge nehmen.
    damit müsstest Du bei ca. 1m – 1,20m liegen.
    Bei Teich 3 hast Du im Sommer direkt an der ersten Ecke die du zu Fuß am Weg erreichst einen Sprudler.
    Selbst in dem kleinen Dreieck kann man im Frühling und Sommer gut Forellen fangen obwohl sich bei dem kleinen Bereich oft Leute lieber woanders hinsetzen..
    Ansonsten recht oder links vom Sprudler die Köder anbieten – knapp 2 m davon entfernt und dann ggf. bis zum Rand treiben lassen – dann wirst du schon merken wo die Forellen stehen 🙂
    Bei Standmontagen auch hier knapp 1-1,2m sollte gut sein – je nachdem wie und wo du bebleist. An heißen Sommertagen evtl. etwas weniger.
    An kühleren Tagen kannst du genau an der Stelle die Tiefe auf 1,60-1,80 ziehen und möglichst stehen lassen.
    Und wenn dann auch nichts gehen sollte:
    Eine Montage dort abstellen und mit der Schlepprute in Richtung der zwei Stäbe werfen und möglichst langsam schleppen.

    Wichtig warum auch immer: Auf Stand nutze ich fast ausschliesslich BigBig Bienenmaden von SAGIP einzeln…
    Ich musste mal auf normale zurückgreifen (waren alle weg) und musste feststellen dass das Beissen spürbar zurückging.
    (Mag auch an meiner Wahrnehmung liegen – aber probiere es aus!)

    So – jetzt hab ich Dir alles verraten 😉
    Berichte ob es hilft wenn Du da warst…

  5. Pingback: Eine Woche an Forellenseen in der Umgebung – Teil 1 | Forellensee-Angler.de

  6. werner

    na ja
    kenn die anlage über 30ig jahre
    ist und bleibt einer der besten
    nur schade das es keine nachtschichten mehr gibt

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