Ausrüstungs-Testausflug übertraf alle Erwartungen

Nach Sommerpause wieder da!

Falls sich jemand wirklich gefragt haben sollte warum man hier auf dem Angelblog lange
nichts neues gelesen hat: Urlaub! Ich habe neben dem Angeln etwas noch wichtigeres:
Meinen Sohn – und leider ist der NOCH etwas zu jung für stundenlange Sessions, aber das kommt mit den Jahren sicherlich!

Nach über 4 Wochen so genannten „Urlaub“ – also Abstinenz was die Leidenschaft des Angelns angeht musste ich unbedingt wieder an einen Forellensee.
Des Weiteren habe ich so die Möglichkeit ein paar Sachen zu testen und euch hier noch einzeln vorzustellen und wo macht man das am Besten?
An einem See den man bestens kennt damit man durch Unkenntnis der Angelstelle nicht einen falschen Eindruck von der Ausrüstung bekommt.

Es ging also zum Forellenzentrum Naroda in Schermbeck.
Richtig: Diese Anlage habe ich hier schon einmal vorgestellt und daher verkneife ich mir Einzelheiten und komme direkt zu Sache:

Morgens angekommen und durch den Regen zu einer der Hütten um den Tag über Schutz für Freundin und natürlich für die Ausrüstung zu bekommen.
(Ja ich habe auch einen Schirm… Aber eine Hütte ist an der richtigen Stelle schon weitaus komfortabler! )

Wie es sich gehört erst alles notwendige an der richtigen Stelle zurechtlegen:
Kescher, ein Tuch (zum Festhalten),Totschläger, Zollstock, Messer und Hakenlöser.

Erst dann fange ich an meine Rutenständer zu positionieren und die Ruten aufzubauen. Das gibt einem dann auch noch ein paar Minuten Zeit um das Gewässer „zu lesen“ – sprich: Tut sich etwas im Wasser? Zeigen sich Fische? Wie steht der Wind usw.

Ich hatte 2 neue Ruten zum Angeln vorgesehen: Eine sehr günstige Rute&Rollen-Kombination (Bombette 4,20m) von Caperlan, der Hausmarke von Decathlon.Caperlan Bombette (Sbirolino) Rutenkombo

Hinweis: Bombette ist das französische Wort für das was wir hier salopp als Sbirolino oder Bombarde bezeichnen.

Das Set (Rute+Rolle) ist komplett unter 50€ zu haben und dank vieler Aktionen auch manchmal wirklich herunter-gesetzt zu bekommen lediglich Schnur fehlt zum loslegen.

Und als Hauptwaffe (weil leichter) noch die Berkley Trouttec Sensor 1 Tele in 3,90m.

Um fair zu sein habe ich einfach eine Rolle der Größe 4000 genutzt. Leider nicht die leichteste und nicht die Beste Wahl für diese Kombination, jedoch war ich am Tag zuvor auf einer Messe unterwegs und somit wollte ich eigentlich am Wasser kurz eine meiner anderen Rollen anschrauben. Ich wusste da noch nicht, dass ich hierzu kaum zeit bekommen sollte!
Keine Angst – auch wenn es eine 4000 Rolle war – ich habe eine 0,20mm monofile Schnur, also noch gerade so ok für mich an dem Gewässer aufgespult – dickere Schnüre würde ich nicht bei reinen Forellenseen nutzen! Sie hält 5,5kg! Das sollte wirklich reichen.
Berkley Trouttec Sensor 1

Als Montagen hatte ich mich anfangs für meine Lieblingsmontage Pose+Glas entschieden die ich ja auch schon hier vorgestellt hatte. Anfangs bei der Berkley hatte ich auf Glas verzichten wollen bei der Angabe von 3-10 Gramm Wurfgewicht (zukünftig hier WG abgekürzt) jedoch ist die Trouttec Sensor keine Tremarella-Rute! Sie kann wirklich einiges ab, daher habe ich mich dann doch für ein paar Gramm mehr durch das Austauschen von Blei zu Glas entschieden.

Die beiden Ruten werde ich bald noch einzeln ganz genau vorstellen – ich möchte hier ja keinen Roman verfassen, zumal das etwas vom Thema abweicht – schließlich geht es hier ja „eigentlich“ nur um den Angeltag!

Ich behaupte mal, dass ich das Gewässer kenne und daher beschloss ich bei den noch vorherrschenden Temperaturen das Wasser nach Fisch abzusuchen(am Sonntag davor konnte man auf dem Thermometer 40°C ablesen!!) . Da ich letzte Mal schon sehr ausgiebig die Gewässerstruktur ausgelotet habe konnte ich recht schnell die möglichen Ködertiefen anpassen und nach kurzer Zeit:

Bingo!

Es folgte in einem Bereich kurz über Grund in einer ich nenne es mal „Kuhle“ im Boden Biss auf Biss.

So etwas habe ich in meinem ganzen Anglerleben noch nicht erlebt, jedenfalls nicht über fast den kompletten Tag!
Ich änderte die Montage der Caperlan Bombette Rute nachher zum Testen in einer ruhigen Raucherpause auf die Bodentaster-Montage und es lief wie „gewohnt“ weiter. Ich habe verschiedene Teigsorten verschiedener Hersteller durchprobiert – mit oder ohne eine Bienenmade dekoriert – alles fing. Ob Berkley Powerbait, Trigger X von Shimano oder Quantum Magic Trout Bait – ich konnte nicht feststellen, dass die Forellen nun eine Sorte „gemieden“ hätten. So etwas kann man ja auch mal direkt testen wenn man so einen gierigen Schwarm im See hat 😉

Perönliche Bestleistung beim Test der Ruten

Dank meiner Freundin die tatkräftig beim Versorgen half (Keschern, Fisch in Kühltruhe bringen usw.) kam ich so am Ende auf 55! (fünfundfünfzig!) gelandete Forellen!

Also das doppelte von dem was ich schon als Superfangtag bezeichnen würde. Davon ab wäre das Ende der Fahnenstange ja noch lange nicht erreicht, jedoch mit 2 vollen Taschen / Boxen reicht es dann mal, zumal das unangenehme kam dann…. Alle Fische ausnehmen usw.!

Klar eigentlich ein Klacks den jeder ohne Probleme und einfach durchführt wenn man Übung hat, jedoch bei 55 Forellen keine kurze Aufgabe und so viel Organe und Co wollte ich auch nicht in der heimischen Küche haben – zumal sich der lange Tag dann zu Hause noch weiter gezogen hätte…
Also schon vor 17Uhr, sprich eine Stunde vor Ende den Angelplatz geräumt und so viele Forellen wie möglich noch dort verarbeitet, zumal ich erst mal Familie und Nachbarn ein paar Fische abgeben konnte.

Später sollte ich dann die Erklärung bekommen wie es zu so einem Fangerfolg kommen konnte:
Wie mir ein Spaziergänger berichtete war am Vortag der Teich komplett vermietet und gut besetzt worden – die Fänge hielten sich trotzdem wohl in Grenzen, vielleicht wegen der noch warmen Temperaturen die erst am Sonntag als ich da war leicht durch Regen an einigermaßen Forellen-freundlichen Temperaturen grenzten.

Wie gesagt – ich bin kein Profi, so einen Fangerfolg hätte auch jeder andere denke ich haben können der an der richtigen Stelle in der richtigen Tiefe die Stelle findet an der Forellen auch fressen wollen!!! Wenn man ein paar Regeln beherzt und vernünftige Montagen hat, eine gute Rute die „mitarbeitet“ und weiß wie man drillt sollte das kein Problem sein! Und auch die größeren Artgenossen (46cm) konnte ich mit der Berkley und einem 16,5er Fluo Vorfach ohne Probleme landen! Wenn man beim Hakenlösen sage und schreibe 4 Vorfacher und Haken aus so einem Fisch holt fragt man sich manchmal wie andere drillen.

Leid tat es mir ein wenig um die anderen Angler, die kaum am anderen Ende des Sees Erfolg hatten – leider ist das so, dass sich an Forellenseen der Fisch (oft zu meinem Nachteil aber was solls) anders verteilt und irgendwo sammelt, fernab von den Stellen die ich erreichen kann.
Mein direkter Nachbar hatte auch 18 Stück und war auch glücklich!

So etwas habe ich bis jetzt so noch nie erlebt – gerade nicht um es nochmal zu sagen über X Stunden am Stück. es wird wohl einmalig bleiben…

 

Das war also mein Sonntag in Schermbeck 🙂
Ich hoffe der Bericht hat Dir nur halb so gefallen wie mir mein Tag.

Gruß,

Björn

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Ausrüstungs-Testausflug übertraf alle Erwartungen

  1. Dino

    krass 😀 55 Stück ausnehmen ist schon bitter und am Abend auf der Couch weisst du auf jeden Fall was du getan hast

  2. Pingback: Forellenhof Seeger in Rheudt | Forellensee-Angler.de

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