Spinner

Spinnerköder verschiedener Hersteller und Dekore

Der Klassiker unter den Kunstködern. Es gibt sie schon seit Jahrzehnten und an ihrer Fängigkeit kann selbst heute in Zeiten der hoch gelobten japanischen Kunstködern niemand wirklich zweifeln.
Nun sind Kunstköder an den meisten Forellenseen verboten und damit gibt es nur selten diese Option, jedoch falls Du mal in den Genuss kommen solltest habe ich hier ein paar Infos für Dich zusammengestellt.

Spinner sind klasse! Sie kosten im Gegensatz zu den Wobblern im Künstköderbereich nur einen Bruchteil in der Anschaffung und halten was sie versprechen: Sie rotieren!
Der Preis für Spinner (und ich meine gute Spinner!) hängt im Grunde von 3 Faktoren ab:

  1. Der Name!
    Es gibt viele Anbieter für Spinner da draußen – und auch sehr viele „noNames“ – es spricht zwar nichts dagegen auch mal einen günstigen Spinner zu kaufen der vom Dekor gefällt, jedoch hat man bei den etablierten Namen auch praktisch die Garantie, dass der Spinner sich auch bei geringer Einhohlgeschwindigkeit dreht so schnell er kann.
    Garanten für hervorragende Spinner sind für ich vor allem die der Firma Mepps, sowie Veltic, Balzer Colonel und Abu Garcia – obwohl die Abus wie ich finde nicht ganz so „rund“ laufen wie die Mepps zum Beispiel.
    Da man im Geschäft normalerweise kein Becken hat wo man mal kurz die Laufeigenschaft eines Wunschköders ausprobieren kann orientiere ich mich an diesen Namen und wurde bisher nicht enttäuscht!
  2. Die Größe!
    Es ist klar, dass ein größerer Köder viel mehr Material benötigt und das KnowHow dahinter einen großen Köder bei leichtem Zug ins rotieren zu bringen entsprechend sein sollte.
    Zu unserem Glück: Für Forellen benötigen wir nicht die Spinner die ein Kollege von mir zum Hechtangeln benutzt. Da kostet ein Spinner von 12cm Länge schonmal zwischen 10-20€!! Da tut ein Hänger schon weh 😉 Zumal nicht viele lokale Händler solche Teile führen.
  3. Die „Version“!
    Es ist wie überall – vom Auto bis zum Computerkauf:
    beliebtes Design kostet „mehr“ – jedenfalls sehe ich das oft bei Händlern. Davon ab gibt es zB meinen Lieblingsspinner (den Mepps Agila Black Fury) mit einem kleinen roten Puschel am Drilling: Das kostet Extra! Ich würde ihn ja ohne kaufen und das rote Gebamsel selbst anbinden – aber ohne gibt es den in dieser Farbe lokal nicht… Naja…
    Davon ab: Reflektorfolien oder aufwändigere Herstellung – das wirkt sich auch immer auf den Endpreis aus.
  4. Die Haken!
    Ja bei Spinnern ist schon immer ein Drilling dabei – und da die Guten jener Hersteller auch da zu Qualität greifen (GOTT SEI DANK) hat das auch einen preislichen Aspekt. Ein günstiger Spinner der gut läuft aber bei dem ich noch passende Drillinge kaufen und montieren muss? Nein danke – dann lieber gleich Qualität, zumal bei „dem Traumfisch“ sollte man nicht das Nachsehen haben weil sich ein billiger Drilling aufbiegt oder?

Jetzt mal alle Scherze bei Seite ich kaufe auch gerne günstig hier und da ein Angebot jedoch ein Spinner der Größe 1-3 die für uns in Frage kommen kosten bei einem Top Herstellernamen ca. zwischen 1,50€ und 3€! Und das für einen Köder der sich nicht „aufbraucht“ oder ähnlich!
man kann sich für knapp 20€ schon ein wirklich gutes Set zusammenstellen und das nicht nur für Forellen falls man wie ich z.B. auch gerne mal Barschen nachstellt.

Wie funktionieren sie?
Man hat praktisch die Lockwirkung durch die Druckwellen die auf die Seitenlinie der Forellen wirken und Forellen, (wie alle Raubfische) lieben diese Teile! wie auch an rotierendem Teig zu sehen der nichts anderes Imitiert als ein Spinnerblatt.
Dazu kommt der optische Reiz der Farbwechsel.

Wie führt man sie?
Es reicht ein „monotones“ Einkubeln.
Wichtig: Nach dem Auswurf vielleicht innerlich die Sekunden zählen in der der Spinner absinkt. Wenn man dann beim Einholen schon Algen und Bodenbewuchs am haken hat sollte man nächste mal nicht so lange warten!
Durch das Absinken des Spinners kann man (z.B. mit dem Zählen) die Lauftiefe selbst bestimmen was bei der Suche nach dem Fisch alles andere als schlecht ist!
Hinweis: Wenn man beim Einholen in Ufernähe kommt ruhig mal einen Schritt zurück machen und den Spinner wirklich zum Ende langsam zur Wasseroberfläche am Rand führen!! Man kann oft Forellen beobachten die den Köder bis zum Schluss verfolgen und dann kann man noch langsamer werden oder den Spinner zum Grund „drehen“ lassen um vielleicht doch die Forelle zu überlisten.
Also nur den Spinner in einem Bereich aus dem Wasser ziehen wenn man sich sicher ist, dass kein Fisch diesen jagt.
Auch hier vom Vorteil einen gut laufenden Spinner zu haben der bei nachlassen des Zugs beim Einkurbeln selbst durch das Eigengewicht zum Gewässergrund rotiert!

Je nach Hersteller stehen die Infos zum Spinner selbst z.B. auch auf der Innenseite des Spinnerblatts. (siehe Bild rechts)

Balzer und Abu Garcia Spinner haben die Infos auf der Innenseite des Blattes

Falls du keine so leichte Rute bzw. eine Rute mit so wenig Wurfgewicht hast: Kein Problem – du kannst einen entsprechenden Sbirolino „vorschalten“ und diesen als Wurfgewicht benutzen wie die Schlepper, die ihren Forellenteig aufs Wasser bringen. Hierbei bitte die Sinkeigenschaften des Sbiros beachten!

Natürlich: eine „richtige“ Spinnrute mit entsprechend abgestimmter Zusammenstellung ist hier im Vorteil: Geflochtene Schnur, optimales Wurfgewicht, Rutenaktion usw usw., jedoch habe ich auch schon mit einer Schlepprute (4,20m und monofiler Schnur) so Forellen gefangen.
(Ich hatte meine Spinnrute vergessen…)

Bitte noch beachten: Die Forellen die so beissen „schlagen“ wörtlich ein! Mein Kollege mit dem ich regelmäßig am Wasser bin war bei der 3kg Lachsforelle in einem Gespräch vertieft und hatte einen guten Schock 😉
(übrigens auf einen Mepps Größe1 Aglia Rainbow)

das war es erst einmal von mir – morgen kommt mehr 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Spinner

  1. Pingback: Sbirolino-Montage | Forellensee-Angler.de

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