Posen-Montage

Die Posen-Montage ist wohl das erste was auch „Nicht- Angler“ als Montageform kennen!

Ich gehe hier mal nicht nur einfach auf meine bevorzugte Montage ein, sondern stelle mal den Vergleich zur Standart-Montage her.

Hier der Vergleich von der bekannten üblichen Montage zur Montage am Forellensee

Die Vorteile unserer abgewandelten Variante (rechts) sind recht schnell zu erkennen:

  • Wir können dank des höheren Wurfgewichts dank unserem Glaskörper bei gleicher Tragkraft weiter und besser auswerfen.
    (Siehe hierzu auch den Artikel „Ghosts“ oder  Glas statt Blei)
  • Ein frei auf der Hauptschnur laufendes Gewicht hat den Vorteil, dass die Forelle nicht das Gewicht selbst bewegen muss, sondern ohne zusätzlichen Widerstand „ziehen“ kann. Lediglich die Tragkraft der Pose kann die Forelle bemerken und das ist optimal.
  • Ein 3-fach Wirbel verhindert dass die etwaige Rotation des Köders sich bis auf die Hauptschnur auswirkt.
    Davon abgesehen ist ja klar das ein Körper besser rotieren kann wenn er weniger Kraft hierzu aufwenden muss. Vergleichbar mit einem oder drei Kugellagern.
    Die 3fach Wirbel sind mittlerweile nicht mehr teurer als die „normalen“ daher spricht auch nichts dagegen direkt die mit der für uns besseren Leistung zu nehmen. Ich nutze keine Karabiner und schlaufe die Vorfächer direkt ein oder knote Sie an.

Wenn man nur Wirbel mit Karabiner bekommt kann man eben diesen mit einer Zange einfach ab-knipsen

Wenn ich eine solche Montage wirklich zum aktiven Schleppen nutze muss ich um entweder den Köder trotz des dauerhaften Einholens auf Tiefe zu bringen ein Blei kurz vor dem Haken montieren – oder (was ich bevorzuge) ein einzelnen größeren Tönnchenwirbel einknoten.

rechts oben im Bild ein einzelner Wirbel zum Vorschalten vor dem Haken als Alternative zum Bleischrot

Der Wirbel hat dann zwar das Gewicht das man braucht um vielleicht auch Schwimmteig nicht direkt auftreiben zu lassen aber vor allem hat man noch ein „Gelenk“ mehr! Der Köder rotiert noch besser und ein Blei behindert die Rotation ein wenig durch die Trägheit.
Hier mal ein Bild der Montage wie ich sie meine (zwischen Ghost und Pose ist natürlich nur für das Foto so wenig platz):

Posenmontage zum Schleppen

Bei der Entscheidung wie tief man den Köder laufen lässt muss man natürlich noch auf die Situation am Wasser geachtet werden:

  • auf welcher Tiefe vermute ich die Forellen
  • wie schnell hole ich die Montage beim Schleppen ein? Je schneller umso weniger Möglichkeit hat der Köder gegen die „Strömung“, bzw. den durch das Einholen  erzeugte Gegendruck abzusinken, daher müsste man die Distanz zwischen Pose und Gewicht (hier der Ghost) erhöhen oder das entsprechende Gewicht selbst.

Man kann natürlich auch die Montage einfach „stehen lassen“ wenn man die entsprechende Tiefe einstellt und die Montage an den entsprechenden Platz auswirft.

Die folgende Grafik soll kurz zeigen wie sich Schleppgeschwindigkeit auf die Lauftiefe und Rotation auswirkt:

Anklicken zum Vergrößern

Ich hoffe das ist schon mal ein kleiner Überblick zum Thema Posenmontage am Forellensee.
Natürlich kommt bald noch mehr – bitte Geduld.

Falls Du Kommentare hast / Verbesserungsvorschläge oder vielleicht auch Kritik, immer her damit.

 

Björn

 

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14 Gedanken zu „Posen-Montage

  1. Ingo

    Moin Moin,
    du hast hier wirklich eine der besten „Angelseiten“ aufgebaut die ich kenne. Obwohl ich nicht so der Forellenangler bin, konnte ich hier echt viele Infos rausziehen. Ich hoffe du machst dir die arbeit und baust die Seite weiter aus und pflegst sie. Bin echt beeindruckt. Gruss

  2. Björn Artikelautor

    Hallo Ingo,

    sehr nett von Dir – aber so viel Aufwand ist das nicht.
    Nur ein Hobby-Projekt, dass leider wenig neues erfährt, da ich auch dieses Jahr kaum zum Angeln kam 🙁
    Diverse Themen sind leider schlecht mit Bildern zu erklären um zu zeigen wie einfach Sie eigentlich sind
    wie zB Haken selbst binden usw.
    Vielleicht senke ich doch meine Ansprüche und nutze nochmal mein Smartphone dazu…

    Danke für’s Feedback jedenfalls.

    Gruß Björn

  3. Jana

    WOW – auch von mir ein Danke!
    ich habe zwar gerade erst angefangen, Deine Seiten zu lesen, binarer schon jetzt begeistert.
    Endlich mal „DEUTSCH“ und auch für mich Freizeit-Angler ein verständliches Angler-„Latein“ 🙂

    Bitte mach weiter, trotz der Mühe, und vielleicht nicht nur zum Forellen-Angeln? :-*
    LG Jana

  4. Samtron

    Danke für diese gute Beschreibung. Für mich als Anfänger leicht zu verstehen. Besonders die Ghost-Geschichte finde ich spannend. Hier würde ich vielleicht noch zur Schonung des Glaskörpers eine Gummikugel nehmen.

    Petri Heil
    Samtron

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