Sbirolino-Montage

Fast jeder hat ihn schon im Angelkoffer oder wenn nicht fragt man sich was der Nachbar da für ein „Teil“ montiert hat und wie weit der diesen Flugkörper werfen kann.

Sbirolino mit deutscher Beschriftung "langsam sinkend"

Sbirolino mit deutscher Beschriftung „langsam sinkend“

Der Sbirolino (oder abgekürzt nun nur noch Sbiro genannt) ist nichts anderes als ein Wurfgewicht. Die Italiener haben diese kleinen Helfer zu einer Wissenschaft gemacht, daher auch so viele italienische Produktnamen oder Eigenschaftsbezeichnungen.

Hinweis: Das was wir als „Sbirolino“ kennen ist eigentlich eine Bombarde! Der Begriff Sbirolino gilt eigentlich nur eine von vielen Formen dieser Bombarden! Ich verwende hier aber den Begriff unter den fast alle die Bombarde hierzulande kennen: Sbirolino (Kurzform: „Sbiro“)

Durch die Form hat er außerordentliche Flugeigenschaften und der eigentliche Clou ist dass das Wurfgewicht nicht dem Sinkgewicht entspricht!
Man könnte relativ einfach ein 10g klassisches Grundblei auswerfen und käme bei den feinen Ruten auch sicherlich recht weit – jedoch möchte man ja auch nicht, dass der Köder einfach „wie ein Blei“ auf den Grund des Gewässers sinkt.

Sbiros sind hier „anders“! Und das ist der eigentliche Unterschied – ich mache das mal anhand des hier abgebildeten Modells fest:

Sbiros von Tubertini

Sbirolinos von Tubertini (anklicken zum vergrößern)

Als Information sieht man auf den meiner Meinung nach besser einzuschätzenden Modellen drei für uns wichtige Informationen:
Die Lauttiefe hier 0-1 Meter, 8 Gramm Wurfgewicht und Aff (Sinkgewicht unter Wasser)  0,4Gramm
Die Lauftiefe sagt aus für welchen Bereich des Gewässers dieser Sbirolino vorgesehen ist.
Die erste Zahl steht für uns für das Wurfgewicht von 8 Gramm – das ist für uns wichtig, da wir auch sehen müssen, dass das Wurfgewicht zu unserer Rute passen muss!
.aff steht für das italienische „affondante“ und sagt damit aus, dass dieser Körper im Wasser sinkt als würde er nur 0,4 Gramm wiegen!
Das ist alles andere als viel, daher auch noch die Information für welche Bereiche und Gewässertiefen man ihn einsetzen kann.

Da Sbiros normalerweise aktiv gefischt werden, sprich geschleppt (oder mit der Tremarella-Methode, also mit zitternden Spitze geschleppt) muss man sich vorstellen, dass in unserem Beispiel zwar die Montage mit 0,4 Gramm sinkt, jedoch wir durch das kurbeln dafür sorgen, dass sich der Köder auch nach oben bewegt. Mit der Einhohlgeschwindigkeit kann man also die Lauftiefe bestimmen.

Es gibt aber nicht nur solche flach-laufenden Sbirolinos, sondern „grob gesagt“ eine kleine Übersicht von oben nach unten:

  • schwimmend („superficie“)
  • langsam sinkend („mezzofondo“)
  • sinkend („fondo“)
  • schnell sinkend („superfondo“)

Die italienischen Begriffe kommen hin und wieder mal vor – andere Hersteller schreiben auch „langsam sinkend“ auf den Sbiro und geben gar keine sonstigen Werte an!Sbirolino mit deutscher Beschriftung "langsam sinkend"

guckt euch einfach mal im Geschäft ein paar Modelle an – man sollte meines Erachtens eine kleine Auswahl  im Koffer haben.

Hinweis: Falls Du dir eine kleine Auswahl zulegen möchtest oder zuerst nur einen oder zwei – kaufe Dir mit dem ersten Sbiro auch direkt eine Sbiro-Einfädelhilfe! Das kleine Teil erinnert stark an Nähzubehör aber wenn der Sbiro oder besser die Schnur erst einmal nass ist bekommt man sie kaum noch hindurch! So ein Einfädler kostet vielleicht 1€ oder ähnlich – also nicht die Welt. Wer vielleicht aus anderen Angelbereichen etwas HardMono oder etwas dergleichen hat kann sich auch damit eine einfache Hilfe bauen – jeder wie er mag…

 

Die Montage

Voher sollten wir uns darüber klar sein was man eigentlich damit machen möchte!
Sbirolinos sind relativ flexibel einsetzbar: Ich benutze auch gerne einen schwimmenden Sbiro als „Wasserkugel-Ersatz“ mit einer Pilotkugel, wie unter der Montagenbeschreibung der Wasserkugel-Montage nachzulesen.

Andere nutzen sinkende Sbiros als „Grundblei“. Hat man mal keine Lust mehr oder legt eine Pause ein lässt man ihn einfach auf Grund sinken – und nutzt z.B. den Teig so wie in einer auftreibenden Grundmontage. Je nachdem welcher Untergrund vorhanden ist (schlammig / viele Algen und Co.) würde ich da eher zum Bodentaster greifen, jedoch um einfach mal eine Pause einzulegen ist es eine Alternative!

Typische Montage zum „aktiven Schleppen“

Die allgemeine Sbirolino-Montage zum Schleppen ist wirklich sehr einfach gehalten!
Man zieht den Sbiro auf die Hauptschnur (Achtung: natürlich so, dass das dicke Gewicht in Richtung Haken, also Schnur-ende zeigt!), danach kommt als Knotenschutz eine Gummiperle, der angeknotete 3-fach Wirbel und dann das Vorfach mit Haken.
Siehe Bild:

Sbirolino mit 3-fachwirbel und Klemmblei (Standartmontage)

Sbirolino mit 3-fachwirbel und Klemmblei (Standartmontage)

Ich persönlich bevorzuge hier seit langem die 3-fach Tönnchenwirbel OHNE Karabiner!
Diese drehen sich definitiv schneller und der Karabiner stört nur. Zumal man hier das Vorfach sicher nicht so oft wechseln wird wie bei anderen Montagen wird auch dies an das andere Ende des Wirbels angeknotet oder eingeschlauft wenn es den Wünschen entspricht und direkt genutzt werden soll.

Da es sich beim Köder auch oft um in Form gebrachten Forellenteig handelt (welcher normalerweise schwimmt) klemmt man ein kleines Bleischrot auf das Vorfach – ein paar cm vor dem Haken.

Für mich habe ich das etwas abgewandelt da bei sehr stark rotierenden Ködern viel Energie aufgewendet wird das Bleischrot zum rotieren zu bringen nehme ich einen einzelnen Tönnchenwirbel und knote diesen an die gewünschte Stelle des Vorfachs.
Die hat den Vorteil, dass man (es gibt sie auch in größer) vom Gewicht her als das gewünschte Blei einstufen kann, jedoch der schöne Nebeneffekt einher kommt dass dich der Köder noch besser drehen kann!

Sbirolino-Montage mit zusätzlichem Wirbel statt Klemmblei

Sbirolino-Montage mit zusätzlichem Wirbel statt Klemmblei (klicken zum Vergrößern)

Gerade dieses kleine Bleischrot oder in meinem Fall der Wirbel kurz vor dem Haken bringen gerade Angler, die solche Montagen noch nicht vorher gefischt haben zur Verzweiflung. Man MUSS kurz vor dem Aufschlag auf dem Wasser die Schnur bremsen damit sich die Montage praktisch streckt. Sonst sind Schnurknoten, Perrücken und Wutanfälle vorprogrammiert – und das senkt den Spaß doch gewaltig!

Die Vorfach-Länge überlasse ich Dir – ich persönlich nehme je nachdem zwischen 75cm bei meiner kurzen Rute (an manchen Seen kann man keine langen Ruten nutzen) bis zu 2,50Meter an meiner 4,20m Rute. Je nach Situation und Wunsch!

Warum braucht man so lange Vorfächer?

Ich möchte dem baldigen Artikel „Schleppen am Forellensee“ nichts vorweg nehmen, jedoch damit du es verstehst und nachvollziehen kannst:

Schleppen mit Naturködern (Bienenmade / Teig) ist nicht wie das Angeln mit Spinnern oder anderen Kunstködern!
Wenn man spürt oder sieht (Schnur, Rutenspitze oder bei schwimmendem Sbiro mit Pilot als Bissanzeiger eben diese Kugel), dass ein Fisch „Kontakt“ zum Köder hat stoppt man sofort das Einholen der Schnur, dreht sich mit die Rutenspitze in Richtung Fisch und öffnet den Rollenbügel.
Dann wartet man ob die Forelle den Köder richtig nimmt und Schnur abzieht. Nach ein paar Metern schließt man den Rollenbügel und zieht nur die Schnur stramm durch heben der Rute – richtiges „Anschlagen“ ist hier nicht wirklich notwendig!
Wenn man nun das Vorfach zu kurz gewählt hat würde der Sbiro normalerweise absinken (man kurbelt ja nicht mehr) und mit ihm natürlich auch der Köder!
Wenn das Vorfach relativ lang ist wird dieses vermeidliche Wegziehen von der Forelle entsprechend verzögert und verlangsamt!
Also merke: Wenn du oft solche „Fehlbisse“ hast oder sich nach dem Kontakt nichts mehr regt könnte es daran liegen, dass dein Vorfach einfach zu kurz ist und der Köder zu schnell den Bereich der beißwilligen Forelle verlässt!

Verschiedene Tiefen nach Fisch absuchen

Wenn du einen einfach langsam sinkenden Sbiro nutzt und verschiedene Tiefen nach Fisch absuchen möchtest: Nach dem Auswerfen einfach absinken lassen und vielleicht dabei die Sekunden zählen – damit kann man schon gut die „Starttiefe“ festhalten wenn man Bisse hatte. Natürlich wird die Höhe unter Wasser auch durch die Rutenhaltung beeinflusst und in erster Linie durch die Einholgeschwindigkeit!  Teste es vielleicht durch Schleppen am Rand ob sich der Köder bei der Geschwindigkeit noch rotierend Bewegt.
Alles andere ist nebensächlich – es gibt nämlich nur ZU SCHNELL und nie ZU LANGSAM beim Schleppen so lange der Köder rotiert.
Mit ein wenig mehr Erfahrung kannst du die Geschwindigkeit der Trägheit der Fische anpassen – gerade im Winter wenn Forellen träge sind wird man nach meiner Erfahrung  mit schnellem Einholen kaum Fische fangen können.

Wo kann man Sbiros einsetzen?

Da wo Du ihn haben willst! Sbiros sind nicht auf Forellenseen beschränkt. Mittlerweile gibt es auch im Bereich der Meeresangler Leute, die ihre leichten Köder mit Sbiros aufs Meer bringen. Ich selbst verwende ab und zu auch Sbiros um an Naturseen oder Kanälen kleine Spinner oder Twister auf Entfernung zu katapultieren.
(Welche übrigens auch gute Forellenköder sind wenn sie denn erlaubt sind!)
Wann immer du einen sonst zu leichten Köder am liebsten schwerer hättest um ihn besser werfen zu können sollte man über den Einsatz eines Sbiros nachdenken.

 

Weitere Informationen kommen noch – wie auch Videos nach dem nächsten Besuch am Wasser.

Ich hoffe die paar Infos haben Dir geholfen…
Petri
Björn

 

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39 Gedanken zu „Sbirolino-Montage

  1. Burak

    hallo zusammen,

    macht man beim sbirolino angel blei auf das vorfach oder lieber nicht, wenn man mit forellenteig angelt?

  2. Michael

    Hallo bin Anfänger und wollte gerne mal noch ein paar dige wissen.
    Wie groß oder schwer sollte der 3 fach Tönnchenwirbel sein. Und der 1 Fach Wirbel.
    Dann noch die Frage wie Schwer die Sbiro da gibt es ja so viele Model, Lang aus Glas Breit Kunststoff, Welche ist die beste zusammen Stellung. Damit ich nicht zu viel Gewicht und nicht zu wenig Gewicht habe.
    Und dann noch mal ne Frage zu deine Paste Schwarz/Weiß. Habe mich dumm und Dusselig Gegoogelt, finde nur Getrennt im Glas.
    Danke für deine Mühe. Wirklich eine Tolle Seite. Werde hier noch öffters Vorbei schauen.
    Ach ja ich möchte erstmal nur auf Forelle Angeln.
    Und ich habe kein Angelschein, aber bin mit einen Freund paarmal mit Gewesen der seit Jahren mit Angelschein unterwegs ist.
    Das richtige Töten usw, habe ich von ihm Richtig gelernt.
    Nun habe ich ein paar mal geangelt aber nur mit normaler Pose und rechts und Links neben mir alle mit diesen Sbirolions. Ich hatte null erfolg und die 7-8 Forellen. Jetzt möchte ich gerne auch mit den Sbiro Fischen, und hoffe du kannst mir das was zusammen stellen. Danke

  3. Ernst Burkhalter

    Hallo Björn
    Für Angler mit Karte/Patent ist es in der Schweiz unabdinglich eine amtliche Anglerprüfung abzulegen.
    SANA Ausweis.

    Dein Bericht zum Spirolino finde ich perfekt. Ich persönlich fische an stehenden Gewässer ausschliesslich mit Spiro, mit Kunst-od. Naturköder mit schwimmenden, für Blinker mit sinkenden.
    Zur Montage: Die habe ich entgegen deiner leicht abgeändert. Erst eine geflochtene Schnur, Stopper, Gummiperle, Spiro, Gummiperle, 3fach Wirbel, kleiner Karabiner, 18 – 20er Vorfach bis 2.2m (variabel)
    Haken ohne Widerhaken. So kann man den Spiro weit auswerfen, wenn nötig und ihn an Ort belassen,
    nur ab und zu den Köder etwas bewegen. Mit dieser Methode habe ich grossen Erfolg.

    Allen Spiro Angler/Innen Petri

    Gruss
    Ernst

  4. Alex

    Hi Björn,
    ich habe leider schon Paar mal einen Fisch verloren, weil ich nicht sofort den Anschlag gemacht habe, was eigentlich in den meisten Blogs (wie auch bei dir) beschrieben wird.
    Nun, danach habe ich dann wiederum etwas gewartet, bis die Forelle den Köder richtig aufnimmt – Anschlag – und schon wieder nichts..
    Hast du Vorschläge was man noch beachten sollte, soll man vielleicht eine bestimmte Rutenhaltung haben, damit der Fisch mit größerem Hebel gehakt werden kann oder sowas?

    Viele Grüße,
    Alex

  5. Björn Artikelautor

    Hi Alex,
    schwierig was dann genau schief geht…
    schleppst Du evtl 2 Bienenmaden und die Forellen ziehen nur die Hintere ohne Haken ab? Das wäre schon sehr aussergewöhnlich.
    Bei Teig zB die Position des Hakens gegenprüfen. Manche kneten den so ein dass der schwergängig aus dem Teig seine Arbeit machen kann.
    Welche Haken nutzt Du? Die Tubertini sind meine absoluten Lieblinge da ich schon SEHEN konnte wie eine Forelle den Köder wieder ausspucken konnte (am Rand).
    Diese Haken sind definitiv meine ABSOLUTEN Lieblinge, sehr dünn dass man auch Bienenmaden ohne Auslauf draufziehen kann..
    (NEIN ich bekomme da nichts für)
    Dann gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten:
    Der Durchzug zB.
    Im endeffekt prüfe mal bitte auf Sicht WIE Dein Sbiro absinkt. Wenn Du bei Kontakt ja sofort Leine lässt sollte der Sbiro bestenfalls
    horizontal ultralangsam sinken.
    Bei vielen Sbiros habe ich gesehen dass die einfach zu einer Seite kippen, damit hast du keinen direkten Kontakt mehr zum Köder da Du beim Anschlag
    zuerst den Sbiro bewegst – das könnte als Warnung für die Forelle auch schon reichen.
    Oder evtl ein zu schwerer 3-fach Wirbel der die direkte Kraftübertragung umleitet und so Probleme bringt.
    Also: Unbedingt auch auf den Köder bezogen das Absinkverhalten mal auf Sicht prüfen – dann sieht man meistens das Problem schon.
    Auch zu stark auftreibende Köder und zu schnell sinkende sind nicht wirklich gut.
    Oder zu schweres Setup?
    Also das Maximum an normalen Seen ist ein 8g Tubertini Sbiro für mich – das sind auch shcon große Seen.
    5g ist (für mich) besser… Die Tubertinis sinken auch parallel zu Boden…

    Ich hoffe das gibt Dir evtl ein paar Anhaltspunkte…
    Mehr fällt mir da jetzt gerade nicht ein.

  6. Jo

    Hallo Björn,
    vielen Dank für die fachlich sehr gute Erklärung.
    Ich werde mich heute mal an die Ostsee auf Meerforelle wagen.
    euch allen Petri

  7. David A

    Hallo Björn,

    danke für die tolle Seite, hat mir als Anfänger im Angelbereich sehr geholfen um Grundlegenes und mehr zu verstehen.

    Habe mir nun auch eine Berkley Trouttec Sensor 1 3-10g und eine Shimano Exage 1000 Rolle (wollte mir im Angelshop vor Ort 0,18 monofile aufspielen lassen).

    Möchte diese gerne zum Sbiroschleppen benutzen und kenne mich mit der Montage leider noch nicht gut genug aus (v.a. Montage, welche Gewichte).

    Ich habe mir dazu auch 4er und 6er Haken von Iron Trout (Fluocarbon Leader 101S, Vorfachlänge 2,40m) bestellt.

    Mir stellt sich nun die Frage ob die Rolle gut geeignet ist zu dieser Rute und welche Wirbel ich kaufen muss, welche Sbiros (Gewicht, Marke, Art?) und welche Stopper/Gummiperlen? man braucht. Und wenn etwas fehlt gerne sagen, besitze noch so gut wie gar nichts.

    Wäre nett wenn du mir beim Setup hilfst!

    Danke!

    Gruß David

  8. Björn Artikelautor

    Hi David 🙂
    Danke für das Kompliment.
    Zur Rute: Mein absoluter Liebling 🙂
    Klasse Aktion und man kann SEHR leichte Montagen weit und trotzdem sanft auswerfen.
    (Dann schlitzen die Bienenmaden oder der Schleppteig nicht aus)
    Zur Rolle: Die habe ich zwar auch im Keller, allerdings ist die wirklich recht klein. An der Rute habe ich eine
    Exage 2500MBR gefischt, da kann man dann in gefühlter Zeitlupe an der Kurbel den Köder führen.
    Bei der 1000er wirst Du schon sehr viel mehr kurbeln müssen und Du kommst evtl nicht so weit raus… aber es geht sicher – an der Rolle
    wird es nicht liegen 😉
    Eine 18er Schnur reicht völlig, deine Rute arbeitet hervorragend mit und kompensiert Schläge recht gut… immer schön 45° gen Himmel beim Drill.
    Bei der Schnur nur gucken dass die nicht ganz so viel Dehnung hat. Wenn Du einen netten Angelladenbetreiber hast zeigt er Dir den Unterschied.
    Da deine Rute schon sehr schnell mit der Spitze arbeitet wäre eine Schnur mit wenig Dehnung ganz gut. Dann spürst Du die Berührungen der Forelle
    am Köder auch besser – sonst ist im schlimmsten Fall die Schnur wie ein Gummiband und Du hast wenig Chancen was zu merken.
    Bei der Rute hatte ich am liebsten die Pfauenfeder Montage mit 1.5 g Laufblei. Da man wirklich SEHR leichte Gewichte befördern kann!
    Sbiros würde ich eher im unteren Bereich nutzen. Die meisten Seen brauchen keine 10g Sbiros!
    Eher im Bereich 5g maximal würde ich mal testen damit Du da ein Gefühl für bekommen kannst. Bei 10g biegt sich die Spitze schon vor dem Auswurf
    sehr weit und du verlierst das Gefühl wie die Rute sich beim Auswerfen mit Energie beim „biegen“ auflädt.
    Solche 3-fach Tönnchenwirbel sind super. Wenn Du das Vorfach aber so lang machst brauchst Du auch irgendwas in der Nähe des Hakens. Ich nehm da
    statt ein einfaches Klemmblei lieber ein einzelnes Tönnchenwirbel wie aus dem Karpfenbereich.
    Die gibt es in verschiedenen Größen und damit Gewichten.
    Auf der Hauptschnur zwischen Sbiro und 3-fachwirbel habe ich eine Gummiperle. Wenn Du die Höhe verstellbar haben willst müsstest Du nen Stopper nutzen.
    Die kleinen Kautschukstopper halten super und nichts ist ärgerlicher als wegen einem 1Cent Artikel Montagen neu machen müssen weil der billige Gummistopper geschnitten ist.

    Aber ehrlich?
    Versuch doch vorher nochmal die klassische Pfauenfeder Montage. Damit kannst Du erst mal Erfahrung sammeln wie sich Forellen verhalten wenn der Biss kommt
    und ich finde (außer du musst wirklich weit raus oder alle Wasserschichten Absuchen) immer noch die fängigste Methode.
    Über Haken hatte ich was geschrieben – da bleibe ich durchgehend bei den Tubertinis..

    Und vergiss nicht: Du kannst nur zu schnell Schleppen! Fast nicht Möglich zu langsam zu schleppen…

    Ich hoffe das hilft!
    Viel Erfolg!!!
    Gruß Björn

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