Der Gummiband-Trick

Es gibt mittlerweile Rollen mit einer „Freilauf-Funktion“ – ich werde die Funktion noch beschrieben falls Du sie nicht kennen solltest…Gummiband Trick Artikelbild

Wenn Du wie ich selbst nun nicht in der glücklichen Lage bist eine Rolle mit Freilauf zu besitzen aber trotzdem vermeiden möchte dass ein größerer Fisch (z.B. Großforelle, Stör, Wels usw.) die Rute aus der Halterung reißt kann man sich mit einem einfachen Haushaltsgummi behelfen.


Wie das geht?
Ganz einfach – ich erkläre es hier mal in sehr einfachen Schritten mit einer sehr großen Rolle und einer wirklich dicken Schnur. Damit angle ich nicht auf Forellen, sondern dient hier nur der besseren Sichtbarkeit!

Schritt 1:
Man holt sich alles was man hierzu braucht – die schon fertige Rute mit Rolle und das erwähnte Gummiband. Wie stark das Gummi ist mag bei unseren feinen Schnüren relativ egal sein! Es soll ja nur zum leichten Festhalten der Schnur dienen und nicht die Schnur gegen den Zug fixieren!!!

Gummiband statt Freilauf - eine Bilderreihe

Schritt 2:

Löse die Rolle von der Rute und lege sie einfach auf sauberer Stelle ab – zum Beispiel auf dem Stuhl wenn du gerade am Wasser bist. (Wie man die Rolle löst hängt von eurer Rute ab_ meist sind die Rollenhalter wie hier geschraubt.) Die Schnur und die Montage können hierbei einfach an der Rolle bleiben! Du brauchst nichts abschneiden oder neu montieren!

Gummiband statt Freilauf - eine Bilderreihe

 

Schritt 3:

Das Gummi wird nun mehrfach um die Rute gespannt bis so viel Spannung da ist dass man eine Schnur in der verwendeten Stärke zwischen Rute und Gummi schieben könnte und es hält.
Gummiband statt Freilauf - eine Bilderreihe

Die neue Gummihalterung sollte irgendwo in den oberen Bereich über der Rolle geschoben werden. Natürlich nicht zu weit, jedenfalls vor dem ersten Ring! Ungefähr wie auf dem Foto…

Gummiband -Hilfe auf dem Blank

 

Schritt 4:

Rolle wieder an die Rute montieren – also wie in Schritt 2, nur umgekehrt ;).

Gummiband -Hilfe auf dem Blank

Das war’s schon!

Wenn du jetzt beim Angeln bist und du eine Art „Freilauf“ benötigst kannst du einfach den Bügel umklappen und eine kleine Schlaufe der Schnur durch das Gummi schieben. Ein Fisch sollte dann leicht die Schnur aus dem Gummi ziehen können und dann Schnur von der Spule bekommen… Natürlich sollte dann dein Bissanzeiger entsprechend arbeiten und du kannst dich dann um die Rute und den Fisch kümmern.
Nach dem umklappen des Bügels hast du dann die Bremseinstellungen die Du eingestellt hast und kannst sofort den Anhieb setzen – was gerade bei Rollen mit Frontbremse sonst ein Problem wäre.

Gummiband -Hilfe auf dem Blank

Ich hoffe du hast verstanden wie das mit dem Gummi gemeint ist – ich versuche alles so einfach wie möglich zu erklären, auch wenn sich das meiste mit einem Satz sagen ließe wenn man erst weiß worum es geht… 😉

Weitere Praxistipps folgen noch!

Gute Fänge!

Björn

 

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6 Gedanken zu „Der Gummiband-Trick

  1. Daniel

    Hi Du !

    Ich möchte Dir Danken das du so ne super Seite gemacht hast!
    IDeine Tips sind echt Toll !
    gruss Dani

  2. Björn Artikelautor

    Danke Daniel,
    leider habe ich weniger Zeit als ich gerne hätte… So einfach das Angeln eigentlich auch ist gibt es doch sehr viel zu erklären und zu beschreiben…
    Die neue Saison fängt ja (wenn der verdammte Schnee endlich weg ist und die Temperaturen wieder auf Forellenniveau gehen) gerade erst an – dann kann ich auch wieder aus aktuellem Anlass mehr in den Blog schreiben…

    🙂

    Gruß,
    Björn

  3. Christian

    Hallo Björn, hast du mittlerweile einen Beitrag über Rollen verfasst? Kenn mich nämlich überhaupt nicht aus. ZB was die Zahlen bedeuten, wie 2000er Rolle….und eben was der Freilauf bedeutet, und warum das nicht alle Rollen haben wenns so praktisch ist.
    LG Christian

  4. Björn Artikelautor

    Hallo Christian,
    ich habe gerade extra nochmal nachgesehen: Du hast recht ich habe zu Rollen wirklich nichts geschrieben 🙁
    Dabei dachte ich eigentlich das hätte ich schon erledigt….
    Kommt oben auf die Liste für den Jahresübergang. Als nächstes sollte eigentlich die Pfauenfedermontage erklärt werden – mal sehen
    was zuerst kommt.

    Um Dir erstmal grob zu helfen:
    Es gibt Rollen entsprechend dem Zielfisch normalerweise abgestimmt in verschiedenen Größen.
    Diese fängt „normalerweise“ bei 1000 an danach kommt 2000 oder 2500, dann 3000 und so weiter. Das hat natürlich auch einen Hintergrund.
    Die Größe sagt einiges über die Rolle aus:

  5. Bremsstärke
    Schnurfassung (wie dick die Schnur sein kann und wie viele Meter)
    Das Gewicht der Rolle selbst
  6. Ich persönlich habe immer zu 2000er / 2500er Rollen für das Forellenangeln gegriffen. 1000 sind wirklich sehr klein und eher für das UltraLight Spinnangeln gemacht und hier ist
    die Auswahl auch recht gering. 2000er / 2500er Rollen gibt es fast von jedem Modell und Hersteller.
    Hinzu kommen dann noch „Fähigkeiten“ wie die saubere Verlegung, leichter Lauf,für Meeresangler Salzwasserfestigkeit,sauberer Abzug wenn die Bremse läuft, Übersetzung (wie oft dreht sich der Schnurfangbügel um die Spule bei einer Umdrehung der Kurbel), Stabilität…
    Da sind schon ein paar Euro unterschied merkbar – dafür halten die richtigen Rollen auch entsprechend und man hat Spaß an der Ausrüstung.

    Dann gibt es natürlich auch noch Unterschiede bei den Bremsen: Frontbremse und Heckbremse.
    Besonderheiten sind z.B. der Freilauf und die Kampfbremse.
    Freilauf bedeutet nichts anderes, als dass Du eine Frontbremse hast aber zB für die Grundangelei einen Freilauf aktivieren kannst. Stell Dir vor du drückst im Auto die Kupplung durch – es ist eigentlich nichts anderes, außer dass man auch diesen Widerstand noch zusätzlich bei teureren Rollen einstellen kann um den Schnurabzug durch Wind und Strömung zu verhindern.
    Allerdings ist Freilauf schon recht unüblich an Forellenseen und meines Erachtens unnötig.
    Kampfbremse ist nicht anderes als ein Hebel noch zusätzlich hinter dem Rollenkörper bei Rollen mit Heckbremse. Ich mag (vielleicht weil ich damit aufgewachsen bin) bei Stationären leichten Rollen die Heckbremse.
    Damit man da nicht X Umdrehungen nach rechts oder nichts drehen muss hat man einfach einen Hebel über dem besagten Rad von links nach rechts oder zurück schieben kann. Ganz links heißt eingestellter Minimalwiderstand, ganz rechts heißt: Bremse komplett zu (was normalerweise nicht zu empfehlen ist – jedenfalls nicht im Drill).
    Bei den gestohlenen Ruten waren bei mit Shimano Exage 2500 Heckbremsrollen. Haben immer nen guten Job gemacht und ich denke ich werde mir wahrscheinlich wieder welche gönnen. Eine davon in der MBR Variante, die noch eine höhere Übersetzung hatte: Einmal an der Kurbel drehen war ungefähr bis zu 90cm Schnur Einzug. Zum Schleppen braucht man da keinen Tennisarm 😉

    Ich schreibe dazu noch was – ich hoffe das hat dir erst mal geholfen.
    (Nein ich bekomme nix dafür wenn ich die Shimano Rollen empfehle 😉 )

    Gruß Björn

  7. Christian

    Danke für die schnelle und detaillierte Antwort. Ich habe mir einen Anglerkatalog zuschicken lassen (Askari), und wenn man hier bei den Rollen die Artikelbeschreibungen liest, kennt man sich gar nicht mehr aus. Jeder Hersteller hat so seine eigenen Bezeichnungen. (oder kommt mir zumindest so vor). Weißt du zufällig was die Zahl konkret bedeutet (1000, 2000, 2500, ….). Ich hab schon viel gegooglet aber noch nichts gefunden.
    LG und einen guten Rutsch ins neue Jahr
    Christian

  8. Björn Artikelautor

    Leider muss ich Dich enttäuschen – konkret sagt die Zahl soviel aus wie ein T-Shirt Größe S für small bis XXL für besonders groß. Wie bei Kleidung gibt es dahingehend keine „Richt/Normwerte“ manche 3000er Wollen sind so groß wie 4000er von anderen Herstellern. Grade was Rollen und Ruten angeht: Wenn du nicht weißt was du genau willst kaufe bitte nicht im Katalog!
    Grade die bei dir benannte Versandfirma hat über die Eigenmarken Rollen mit soooo vielen Kugellagern zum Spotpreis. Leider laufen die auch mit 20 Kugellagern nicht so sauber wie eine wirklich gute mit 3 Kugellagern.
    Es ist ungefähr wie bei Digitalkameras – die Megapixel sagen gar nichts zur echten Bildqualität aus. Ich kaufe auch ab und zu bei Askari und habe damit auch keine Probleme – jedoch solltest Du Dir wirklich die Sachen ansehen und ein mal in der Hand gehabt haben.
    Aktuell grade einen Newsletter bekommen: 10% auf alles. Auch hier immer hinterfragen!
    Da meine Forellensachen weg sind wollte ich direkt gucken. Wenn Du nun eine meiner vorigen im Shop suchst (Berkley Trout Sensor 1 und Shimano Exage 2500 RD) und da 10% abziehst ist es immer noch teurer als gerade der Standardpreis
    bei der Angel-Domäne online. Der lokale „Dealer“ kann auch gute Preise machen – frag da auch mal nach! Es ist schade um die kleinen Läden und von nur Ködern verkaufen können die auch nicht überleben…

    Gruß Björn

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