Vom Gummifisch zum Schleppköder

Mittlerweile gibt es von vielen Herstellern Gummiköder für das Angeln Gummifisch-Schwanz Aufgezogenauf Forellen.
Die Kunstköder werden meist einfach auf den Haken gezogen und er rotiert wie geformter Forellenteig beim aktiven Schleppen.

Man kann sich sehr einfach so einen Kunstköder aus rotierendem Gummi „herstellen“ – man benötigt nur einen Gummifisch wie auf dem Bild und ein Schere – das war es schon!

Gummifisch

Man kann den Schwanz des Gummifischs nun einfach abschneiden und hat einen ausgezeichneten Rotationsköder! Abgeschnittener Schwanz

Man kann sich so kurzfristig „behelfen“ wenn man sonst keine Köder dabei hat – oder sich eine kleine Auswahl an verschiedenen Farben und Größen zusammenstellen. Gummifische bekommt man im Handel oft schon einzeln für kleines Geld und in einer enormen Auswahl von Farben und zum Beispiel zusätzlichen Reizen wie Glitter! Wenn man nun den Haken einfach aufzieht rotiert der Schwanz wie ein perfekter Rotationskörper.

Wichtig hierbei:
Gummifisch-Schwanz AufgezogenDer Haken muss unbedingt mindestens wie im Bild frei bleiben! Sonst wird das Haken bei einem Biss vielleicht ins Leere laufen. Des Weiteren muss unbedingt mindestens einen Dreifachwirbel in der Montage genutzt werden – wie bei geformten Forellenteig zählt auch hier:

Je kleiner der Schwanz, umso schneller rotiert der Köder und umso mehr Rotation wirkt auf den Wirbel.
Je größer der Schwanz, umso stärker die erzeugte Druckwelle!

 

Man kann natürlich noch die Schnittfläche spitz zulaufen lassen um weniger Widerstand zu haben und händisch etwas mit einem Feuerzeug formen – jedoch das hier ist mehr als ausreichend! Perfektionisten können den Köder noch mit einem Tropfen Sekundenkleber fixieren…

Was man noch mit dem restlichen Gummifisch machen kann (nicht wegwerfen!!) zeige ich euch in den nächsten Tagen.

 

Ich hoffe es hilft dem ein oder anderen,

Dicke Fische!

Björn

 

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6 Gedanken zu „Vom Gummifisch zum Schleppköder

  1. Simon

    moin björn…

    „Was man noch mit dem restlichen Gummifisch machen kann (nicht wegwerfen!!) zeige ich euch in den nächsten Tagen.“

    …so waren deine worte.wo ist der bericht? 😀

    ich bin auch grade dabei,aus alten gummischlappen rotationsköder zu basteln.aber ich habe momentan keinen plan,was ich mit dem rest gummifisch anfangen könnte.hast ne idee?

    gruß simon

  2. Björn Artikelautor

    Mea Culpa!…
    Natürlich hast Du recht – ich schreib es mir gleich mal auf um es oben auf die Liste zu packen.
    Um es kurz schon mal zu erwähnen:
    Der „Rest“ des Gummifischs kann als Rohstoff herhalten um diesen neu zu verformen.
    Ich wollte dazu warten bis die bessere Hälfte mal keinen Blick auf die Mikrowelle hat.
    Man kann wenn man also !!!SEHR VORSICHTIG IST!!! das Gummi schmelzen und zB so etwas wie die Forellenteig-Former (aus anderem Material als Plastik) dazu verwenden aus sehr wenig Gummi einen Forellen Rotationskörper zu bauen.
    Manche kennen sowas auch zu Kauf als Dissel System oder von anderen Herstellern.
    Das „Problem“ ist hierbei, dass flüssiges Gummi wirklich schwere gesundheitliche Gefahren birgt bei falschem Umgang und daher bin ich da sehr sensibel :/
    Zumal man entgegen der Gummifische zum selbst herstellen für die Forellenblättchen wirklich nur sehr wenig Rohstoff benötigt.

    Du kannst zB hier mal gucken was denke ich eine sehr gute Anleitung ist:
    http://www.jigfanatics.de/nuetzliches/koederbau/gummifische/giessen.html
    Das ist allerdings eine Anleitung mit einer zweckentfremdeten Heißklebepistole, welche die Dosierung später vereinfacht. Auch ein Weg den Gummi zu schmelzen 😉

    Wenn Du zum erstellen der Form dann Abdrücke von ForellenTeig Formern nutzt (wie hier zB) hast Du wirklich viele kleine Teile für wenig Geld.

    Wie gesagt: Ich werde das noch machen – ist aber grade weil die Sicherheit im Vordergrund ist eine detailliertere Geschichte.

    Björn

  3. Simon

    jup…da gebe ich dir absolut recht.ist nicht so ganz ohne,das thema.

    ich warte mal gespannt auf deinen kleinen bericht…:-)
    ich muss erstmal meine „gummifischspenden“ ein wenig sortiren und verbasteln.mal kucken,was da karfreitag am forellenteich bei rauskommt.ich werde berichten.

    lg simon

  4. Alex

    Grüß Dich Björn
    Ein „kleines“ Problem dürfte es bei dieser Art der Köderpresentation aber geben meiner Meinung nach.Wie siehts mit den herkömmlichen Hakenlösern aus,wo man die Schnur einfädelt,kurz „runterstößt“ und raus ist der Haken aus der Forellenschnute.Dies dürfte bei längerer Nutzung das „Gummi“ ganz schön ausleiern,so daß es anfängt zu rutschen.Oder gehste da wie ne OP-Schwester (sorry :o) ) mit der Arterienklemme dran ? Wobei ich mir dann wieder denke,wenn Du das ganze mit Sekundenkleber fixierst,wie Du in Deinem Bericht auch erwähnt hast,dürfte sich das als nicht allzu großes Problem erweisen.Erfahrungswerte und Tipps sind wie immer willkommen…

    Mit freundlichen Grüßen
    Alex

  5. Björn Artikelautor

    Hallo Alex,

    da brauchst Du Dir eigentlich keine Sorgen machen – davon ab, dass ich wenn ich mit Spinnködern angle wirklich eine Aterienklemme dabei habe:
    entgegen des Forellenteigs / Bienenmaden usw. sollte der Haken bei Kunstködern zu 98% im Maulwinkel hängen.
    Wie auch bei Spinnern usw. üblich kann man beim Führen ja nicht auf ein „Nachfassen“ warten – bei Kontakt muss der Haken sitzen,da Gummi kein
    wirklich akzeptiertes Futter bei Forellen ist 😉

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